Nachrichten aus Weilburg

Orient trifft Okzident / Mitglied der Königsfamilie aus Bahrain stellt im hessischen Rosenhang Museum aus
Rosenhang Museum - vor 1 Monat

Weilburg (ots) - Am 15. Mai 2022 wird um 15 Uhr im Rosenhang Museum die Ausstellung Rashid Al Khalifa: Construction of Light and Shadow mit Arbeiten des international renommierten aus Bahrain stammenden Künstlers Rashid Al Khalifa eröffnet. Die Ausstellung wird kuriert von der international anerkannten, auf islamische Kunst spezialisierten Kunsthistorikern Karin Adrian von Roques und geht vom 15. Mai bis 07. August 2022. Rashid Al Khalifas großes Thema ist das Licht. Schon früh gehen seine Bemühungen darum, seine Wahrnehmung von Licht, seine Lichterfahrungen darzustellen. Licht visuell erfahrbar zu machen ist ein wegweisender Faktor hin zu den Arbeiten, die im Rosenhang Museum in Weilburg zu sehen sind. Am Anfang seiner künstlerischen Karriere, setzt er sich mit Landschaften, mit den dort unterschiedlich herrschenden Lichtverhältnissen auseinander, mit den Wüstenlandschaften seiner Heimat Bahrain und mit den so ganz anderen Landschaften Englands, wohin er 1972 ging, um Kunst zu studieren. Impulsgebend für die erste Auseinandersetzung damit waren die großen englischen Landschaftsmaler der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts wie John Constable oder William Turner. Zunehmend Farben eine größere Rolle, während er sich von seiner naturalistischen Malweise zugunsten abstrakter Farbkompositionen löst. Gleichzeitig experimentiert er mit verschiedenen Materialien, montiert sie auf Leinwände in dem Versuch, die Zweidimensionalität hinter sich zu lassen. Seine Arbeiten bewegen sich vermehrt von der Fläche in die Dreidimensionalität. Sie wölben sich von der Wand vor, wachsen in den Raum. In dem Prozess entdeckt Rashid Al Khalifa die konvexe Form für sich, die von nun an bestimmend für sein Werk wird. Von da an interessieren ihn ganz andere Materialien als Leinwand und Farben. Er beginnt mit Stahl und Aluminium zu arbeiten. Die Oberflächen eignen sich wie er feststellt, besser dazu, seine Vision von Licht umzusetzen. Dazu bearbeitet er die Flächen in ihrer Gesamtheit, verleiht ihnen Struktur, überzieht sie mit einem komplexen filigranhaften Liniennetz. Indem er Aluplättchen in unterschiedlichen Größen in dieses Netz von Horizontalen und Vertikalen einsetzt, erzeugt er eine Dreidimensionalität und verwandelt es so in ein vibrierendes Medium aus Licht und Raum. Als weiteres Element kommt bei vielen Arbeiten die Farbe hinzu, mit der die Oberflächen überzogen werden, teilweise von großer Raffinesse, die erst bei genauer Betrachtung offensichtlich wird. Die Einflüsse islamischer Architektur sind unverkennbar. Ebenso die Prinzipien der den orientalischen Ornamenten, den Arabesken zugrunde liegenden Geometrie und der arabischen Zahlensysteme, deren Anwendung vielfach in der Kalligraphie zu finden ist. In der Gestaltung erinnern die Oberflächen seiner Objekte auch an das Prinzip des orientalischen Teppichgeflechts oder der Mashrabiyas, jene ornamentierten Fenster aus geschnitztem oder gedrechseltem, zu geometrischen Mustern angeordnetem Holz, die wir im allgemeinen mit dem Orient assoziieren. Sie filtern das Sonnenlicht, sorgen für Kühle, lassen raffinierte Lichtmuster in den Innenräumen entstehen. Man kann nicht von außen nach innen, aber umgekehrt von innen nach außen sehen. Dabei besteht das sichtbare Muster aus einzelnen unterschiedlichen Musterflächen, die übereinander gelegt das Gesamtmuster ergeben. Das Spiel mit dem Sichtbaren und Verborgenen steckt darin. In der Dreidimensionalität erzeugen die übereinander und ineinander verschachtelten Musterschichten Areale aus Licht und Schatten. Seine frei hängenden Objekte (die Mobile Columns) oder seine frei stehenden Objekte, streben ein direkt erfahrbares Licht- und Schattenspiel an. Sie sind ein auf präzisen Zahlen basierendes, sorgfältig ausgeführtes, handwerklich genau gefertigtes, mehrschichtiges Konstrukt, das das gewünschte Ziel erreicht: ein komplexes Licht- und Schattenspiel. Rashid Al Khalifa sieht sich bei allem Bewusstsein für zeitgenössische Formensprachen immer auch in der Tradition seiner Herkunft eingebunden und greift auf Einflüsse und Prägungen zurück. (Text Karin Adrian von Roques, Kuratorin der Ausstellung 2022) Im Rahmen des Internationalen Museumstags am 15. Mai 2022 werden im Rosenhang Museum zwei weitere Ausstellungen eröffnet. Von Lilli Elsner die Installation "... ehe das Auge bricht" und von Adria Moura "Farbnuance". Pressekontakt: Rosenhang Museum Antje Helbig Ahäuser Weg 8-10 35781 Weilburg/Lahn Tel.: +49 6471 39081 www.rosenhangmuseum.de info@rosenhang-museum.de Original-Content von: Rosenhang Museum, übermittelt durch news aktuell

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Dreier-Kanadier kentert auf der Lahn

Weilburg (ots) - Die Gruppe eines Jugendhilfevereins war mit zwei Betreuern und 11 Jugendlichen in 4 Kanus auf der Lahn von Weilburg nach Gräveneck unterwegs. Eines der Kanus, besetzt mit drei Mädchen, kenterte kurz vor Erreichen des Zielortes. Durch die übrigen Mitglieder der Jugendgruppe wurden die Mädchen an das linke Ufer verbracht, wo sie durch den hinzugezogenen Notarzt und Rettungswagen ärztlich versorgt wurden. Nach den durchgeführten Untersuchungen des Notarztes konnten alle Beteiligte unverletzt entlassen werden. Rückfragen bitte an: Hessisches Bereitschaftspolizeipräsidium Wiesbadener Straße 99 55252 Mainz-Kastel Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Telefon: 06134 - 602 6520 bis 6521 Fax: 06134/602-6529 https://www.polizei.hessen.de/Dienststellen/Hessisches-Bereitschaftsp olizeipraesidium Original-Content von: Hessisches Bereitschaftspolizeipräsidium, übermittelt durch news aktuell

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LÖWE VON WEILBURG / Kunstpreis des Rosenhang Museums
Rosenhang Museum - vor 1 Jahr

Weilburg (ots) - LÖWE VON WEILBURG Das Rosenhang Museum in Weilburg/Lahn vergibt in diesem Jahr erstmalig den Kunstpreis LÖWE VON WEILBURG. Namenspatron ist das Wappentier des Weilburger Stadtwappens. Der mit 60.000 Euro dotierte Kunstpreis geht an die in Berlin lebende koreanische Künstlerin SEO. Einstimmige Entscheidung der Jury. "Mit der Vergabe an die Künstlerin SEO haben wir eine würdige Preisträgerin gekürt, die trotz ihres noch jungen Alters über ein bemerkenswertes Oeuvre verfügt", schreibt der Juryvorsitzende Dr. Ulrich Ptak in der Entscheidungsbegründung. Die international besetzte Jury, der folgende Persönlichkeiten angehören: Manfred Bissinger, Publizist/Hamburg, Antonio Moutinho Cardoso, Museo Pinto Leite/Porto, Antje Helbig, Rosenhang Museum/Weilburg, Dr. Mei Huang, Kunsthistorikerin/Peking, Joachim Legner, Rosenhang Museum/Weilburg, Dr. Ulrich Ptak, Kunsthistoriker/ Rostock, hat sich einstimmig für die in Berlin lebende und arbeitende koreanische Künstlerin SEO (geb. 1977 in Gwangju/Korea) entschieden. In Würdigung und Anerkennung ihrer Leistungen im Bereich der bildenden Künste wird der mit 60.000 Euro dotierte Kunstpreis, sobald es die Umstände zulassen, an die Künstlerin vergeben. Zur Erweiterung ihrer Studien kam SEO im Jahr 2001 nach Berlin. Dort studierte sie an der damaligen Hochschule der Künste (HdK) in der Klasse von Georg Baselitz. Am Ende ihrer Studiums wurde sie zu seiner Meisterschülerin ernannt (2003/4). In das Zentrum ihrer künstlerischen Tätigkeit stellt SEO die Auseinandersetzung mit ihrer kulturellen Identität. Im ständigen Zwiespalt zwischen ihrer Herkunft und ihrer zweiten Heimat in Deutschland entstand ein vorwiegend malerisches Oeuvre, in dem sie das abweichende Tempo der grundunterschiedlichen Kulturen abbildet. Eine weitere kulturelle Ebene wurde so geschaffen. In dieser skizziert SEO ihre Visionen von einer global entrückten Wirklichkeit. Romantische Bilder, aus denen der Spannungszustand von Gefühl und Konflikt ablesbar ist. Der mit 3.000 Euro dotierte Förderpreis geht in diesem Jahr an die zur Zeit in Istanbul lebende Künstlerin Sultan Adler (geb. 1975 in Bremen). Auch in ihrer Biografie befinden sich gegensätzliche multikulturelle Bezüge, die zu einer intensiven künstlerischen Auseinandersetzung geführt haben. Die Preisgelder werden für Museumsankäufe verwendet. Der Förderpreisträgerin wird zusätzlich eine Museumsausstellung ausgerichtet. "Die Entscheidung der Jury überzeugt und folgt den selbstgesteckten Zielen unserer musealen Arbeit. Die Pflege, die Förderung und der Diskurs um die Belange der bildenden Kunst stehen im Rosenhang Museum an oberster Stelle. Die ersten Preisträger sind zwei Frauen, auch das passt gut zu uns", so die Museumsdirektorin Antje Helbig. Aufgrund der Pandemie-Verordnungen findet die Preisverleihung zu einem späteren Zeitpunkt statt. Sobald es möglich ist, wird der genaue Termin bekanntgegeben. ROSENHANG MUSEUM Das Rosenhang Museum beherbergt eine umfassende Sammlung von Kunstwerken zeitgenössischer Künstler, und wurde im Juni 2017 auf Initiative der Museumsgründer Antje Helbig und Joachim Legner eröffnet. Die Ausstellungsräume befinden sich in einer umgebauten ehemaligen Brauerei. Auf mehr als 2000 qm werden Teile der Sammlung gezeigt. Darüber hinaus präsentiert das Rosenhang Museum in ständig wechselnden Ausstellungen Einblicke in das aktuelle Geschehen regionaler, nationaler und internationaler Kunstschaffender. Zum weiteren Bestandteil der Museumsarbeit gehören Veranstaltungen im Bereich der Literatur, der Musik, des Theaters. Für die Initiatoren steht die Auseinandersetzung sowie der Diskurs um die zeitgenössische Kunst im Mittelpunkt ihrer Arbeit. WEILBURG Der staatlich anerkannte Luftkurort Weilburg liegt im Lahntal, und befindet sch im Grenzbereich vom Taunus zum Westerwald. Zwischen Frankfurt und Koblenz (Entfernung jeweils 50 Km) wurden im 800 Jahrhundert auf einem Felshügel die ersten Festungsanlagen errichtet. Später war Weilburg über mehrere Jahrhunderte Residenzstadt des Adelsgeschlechtes von Nassau-Weilburg. Heute leben in der ehemaligen Kreisstadt rund 13.000 Einwohner. Jährlich im Sommer finden die Weilburger Schlosskonzerte statt. Eine Konzertreihe in der klassische Musik aller Stilepochen auf höchstem Niveau dargeboten wird. Weiterhin befindet sich in Weilburg ein Bergbaumuseum, in dem u. a. eine 100 Kunstwerke umfassende Sammlung chinesischer Papierschnittkunst dauerhaft gezeigt wird. PREISGEBER Antje Helbig und Joachim Legner (Gründer und Betreiber des Rosenhang Museum in Weilburg) Pressekontakt: Rosenhang Museum Antje Helbig Ahäuser Weg 8-10 35781 Weilburg/Lahn Tel.: +49 6471 39081 www.rosenhangmuseum.de info@rosenhang-museum.de Original-Content von: Rosenhang Museum, übermittelt durch news aktuell

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Rosenhang Museum kauft 55 Kunstwerke in der Pandemie / Künstlerhilfe in Zeiten von Corona
Rosenhang Museum - vor 1 Jahr

Weilburg (ots) - Das privat geführte Rosenhang Museum unterstützt Kunstschaffende durch den Erwerb Ihrer Kunstwerke. 55 Bilder und Skulpturen im Wert von rund 500.000 Euro wurden in 2020 durch das in Weilburg/Lahn ansässige Rosenhang Museum ausgegeben. Weit mehr als in den Jahren davor. Den Initiatoren Antje Helbig und Joachim Legner war es wichtig, gerade im Corona Krisenjahr, die durch die Pandemie-Einschränkungen schwer gebeutelte Künstlerschaft tatkräftig zu unterstützen. "Der guten Worte haben wir viel gehört, von den Taten allerdings wenig gesehen. Wir haben das Geschehen aufmerksam verfolgt und sind aktiv geworden", sagt Antje Helbig. Im Bereich der besonders in Mitleidenschaft gezogen jungen Kunst wurden Kunstwerke der Düsseldorfer Malerin Johanna Flammer erworben. Ebenso mit Ankäufen bedacht wurden Sabina Sakoh aus München, die Berliner Künstlerin Lilli Elsner und die in Istanbul arbeitende Deutsch-Türkin Sultan Adler. Durch gezielte Käufe ist außerdem der aktuelle Sammlungsbestand der Künstler Cornelia Schleime, Elvira Bach, der Koreanerin SEO, Gerhard Richter, Julian Schnabel und Christopher Lehmpuhl ergänzt und erweitert worden. Neu in die Sammlung aufgenommen wurden Kunstwerke des Berliner Malers Sigurd Wendland, sowie Skulpturen des in Potsdam arbeitenden chinesischen Künstler Feng Lu. Mit dem Erwerb von 12 original Papiergüssen aus dem Wallenstein Komplex ist nun auch der weltweit angesehene Dresdner Künstler A.R. Penck im Rosenhang Museum vertreten. Damit schliesst sich die Lücke zu den Malerfürsten Markus Lüpertz, Jörg Immendorff und Georg Baselitz, die allesamt zum festen Bestandteil der Sammlung gehören. Weiterhin haben sich die Initiatoren dazu entschlossen, die durch die Pandemie-Verordnungen mehrfach unterbrochene Ausstellung des britischen Streetart Phänomens Banksy zu verlängern. Sobald es der Gesetzgeber zulässt, werden die Pforten geöffnet. "Es ist beabsichtigt", berichtet die Museumschefin Antje Helbig, "dass das Rosenhang Museum auf Dauer sich den Aktivitäten und dem Werk der Streetart Ikone Banksy widmet". Ihm wird im Museum ein eigener Raum zur Verfügung gestellt, die Vorbereitungen sind bereits im Gange. Eine würdevolle Wertschätzung, die ihm bisher noch von keinem Museum in Deutschland erteilt wurde. Der Blick in die Zukunft verspricht ein anspruchsvolles Ausstellungsprogramm. Im Jahr 2021 ist zum 100sten Geburtstag von Joseph Beuys eine retrospektiv angelegte Werkschau in Planung. Zum Thema Glaskunst wird mit den legendären Bernego Studios Murano/Venedig eine Ausstellung mit Werken von Ai Weiwei, Jaume Plensa, Tony Cragg, Thomas Schütte und Elvira Bach vorbereitet. "Darüber hinaus widmen wir uns laut unserem Auftrag der Pflege und dem Diskurs der jungen Kunst. Zahlreiche Ausstellungen mit anregenden künstlerischen Positionen sind in der Planung. Wir freuen uns auf die kommende Ausstellungssaison", unterstreicht Antje Helbig. "Durch die privatwirtschaftliche Konstruktion des Museums sind die Möglichkeiten weniger eingeschränkt. Eine Situation die der Kunst und den Künstlern Vorteile verschafft". Pressekontakt: Rosenhang Museum Antje Helbig Ahäuser Weg 8-10 35781 Weilburg/Lahn Tel.: +49 170 9981878 www.rosenhangmuseum.de info@rosenhang-museum.de Original-Content von: Rosenhang Museum, übermittelt durch news aktuell

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Who the fuck is Banksy - Exhibition - / präsentiert im Rosenhang Museum Weilburg
Rosenhang Museum - vor 1 Jahr

Weilburg (ots) - Die letzten zwei Jahrzehnte stehen ganz im Zeichen des britischen Street Art Künstlers Banksy, der sich über viele Jahre hinweg mit seinen ironischen, gesellschaftspolitischen Graffitis zu dem plakativen, zeitgenössischen Grafik-Künstler des neuen Jahrhunderts gemacht hat. Ein für viele legitimer Nachfolger der 60er Jahre-"Revolutionäre" Andy Warhol und Velvet Underground. Aktuell unterstützt der Rebell und geheimnisumwitterte Streetart-Künstler Banksy (https://www.instagram.com/banksy/?hl=de) ein Sea-Watch Schiff zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer. Die deutsche Hilfsorganisation Organisation twitterte dazu:"Ein Schiff gesponsert und bemalt von @Banksy, eine erfahrene Such- und Rettungsmannschaft aus ganz Europa - die MV Louise Michel sicherte bereits zwei Einsätze der Sea-Watch 4 und hat jetzt selbst 89 Menschen gerettet. Wir sind begeistert über die rosa Verstärkung!" Dazu veröffentlichte die Organisation ein Foto, auf dem das rosa - offenbar von Banksy (https://www.zeit.de/thema/banksy) - bemalte Schiff, das unter deutscher Flagge fährt, zu sehen ist. Banksy's umtriebige Gesellschaftskritik wird in unterschiedlichen Medien zum Ausdruck gebracht. Dabei waren Musik und bildende Kunst schon immer ein effektives Paar, wenn es darum ging Botschaften zu verbreiten, ironische Kommentare zur Wirklichkeit abzugeben oder dem Underground ein Gesicht zu geben, das über Sound und Image Lebensphilosophien und Haltungen abzubilden. Stehen Andy Warhol und The Velvet Underground beispielhaft für diese Melange aus Revolte und zeittypischen Lebensgefühl in den sechziger Jahren, so stehen die letzten zwei Jahrzehnte im Zeichen des britischen Street Art Künstlers Banksy, der sich über viele Jahre hinweg mit seinen herausragenden Graffitis zum Aushängeschild dieser Bewegung gemacht hat. Man kann Banksy's Bilder als graphisch ironischen Kommentar zum aktuellen Zeitgeschehen sehen, man kann diese Kunst in allen Facetten aber auch als weitereichendes Konzept sehen, so wie Banksy es selbst in dem Gesamtkunstwerk Dismaland realisiert hat. Dabei ist ein wesentlicher und integraler Bestandteil seines Schaffens die Kreation und Gestaltung von Plattencovern. Banksy's Covers haben unzweifelhaft mittlerweile ikonischen Charakter und sind weltweit gesuchte Sammlungsobjekte. Die Ausstellung im Rosenhang Museum präsentiert Banksy's variationsreiche Coverdesigns in einer Zusammenstellung von originalen Banksy Plattencovern für insider Bands wie Capoeira Duo aus Bristol die teilweise in minimalen Auflagen als Promo veröffentlicht wurden, wie auch regulär veröffentlichte aber vergriffene Cover wie etwa Blowpop und gesuchte wie das Kate Moss Cover von Dirty Funker, 2006. Aber auch andere Banksy Arbeiten werden in diesem Zusammenhang gezeigt. Die Wirkung der Ausstellung wird durch die einzigartige Sound-Installation "BAM-A-RAMA art impression" verstärkt, die jeden Besucher, der den Kunstkäfig betritt, berührt. Die technisch anspruchsvolle Sound-Installation gilt den Kuratoren als eigenes Exponat, das zusammen mit den ausgestellten Werken ein vertieftes Erleben der Ausstellung ermöglicht und den provokativen Charakter der Exponate betont. Banksys Identität gibt nach wie vor Rätsel auf. Bekannt ist, dass er aus Bristol im Südwesten Englands stammt und Ende der Neunzigerjahre nach London kam. Einen Namen machte er sich mit gesellschaftskritischen und meist kontroversen Motiven, die oft überraschend auftauchen. Er thematisierte zum Beispiel auch Obdachlosigkeit, Konsumverhalten und die Corona-Krise. Die Ausstellung im Rosenhang Museum wird von P.C. Neumann kuratiert, einem ausgewiesenen Banksy Kenner. Eröffnet wird die Show am Freitag, dem 25. September um 18 Uhr. Ausstellungsdauer: 26. September - 15. November 2020. Öffnungszeiten des Museums: Di-So von 10-18 h Pressekontakt: Rosenhang Museum Antje Helbig Ahäuser Weg 8-10 35781 Weilburg/Lahn Tel.: +496471 39081, Fax: +496471 1599 www.rosenhangmuseum.de info@rosenhang-museum.de Original-Content von: Rosenhang Museum, übermittelt durch news aktuell

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of eden - / Sibylle Prinzessin von Preußen stellt ihre Kunstwerke im Rosenhang Museum aus
Rosenhang Museum - vor 1 Jahr

Weilburg (ots) - Am 20. September 2020 um 16 h wird im Rosenhang Museum in Weilburg die Ausstellung "of eden" mit Werken von Sibylle Prinzessin von Preußen präsentiert. Sie wird bis zum 8. November 2020 zu sehen sein. Die Ausstellung wird in Anwesenheit der Prinzessin von Preußen von dem Präsidenten des Hessischen Landtages, Herrn Boris Rhein eröffnet. "of eden" ist der Titel einer Ausstellung, die sich in einem ungewöhnlichen Kontext mit der Idee des Garten Edens beschäftigt. Mit Eden verbinden wir die Vorstellung vom Paradies, in dem einst Mensch und Tier in vollkommener Eintracht miteinander lebten, wo es an nichts mangelte und aus dem der Mensch vertrieben wurde. Die Sehnsucht nach einem Ort der Seligen ist geblieben. Wo aber liegt Eden? Laut Genesis 2 ist es ein Ort mit den vier Flüssen Pischon, Gihon, Hiddekel, Euphrat. Immer wieder wurden Versuche unternommen anhand dieser Angaben, Eden zu verorten. Lag Eden in Persien bei Täbris, in Indien oder im heutigen Irak? Am Ende gibt es keine geographische Verortung. Eden steht für eine andere vom Schöpfer geplante Wirklichkeit. Eden steht für einen Zustand der Vollkommenheit, den der Mensch durch Erkenntnis wieder erlangen kann. Sibylle Prinzessin von Preußen folgt - die Entwürdigung von Mensch, Kreatur und Natur im täglichen Leben sehr real wahrnehmend - in ihrem Werk der Idee von Eden als verlorenes Paradies, als Sehnsuchtsort, von dem wir in unserer Zeit entfernter denn je zu sein scheinen. Ein Kerngedanke des Garten Eden war das friedliche Miteinander von Mensch und Tier, das Achtung, Würde und Respekt vor der Schöpfung voraussetzte. Umweltprobleme, Klimaveränderung oder Massentierhaltung, bei der Tiere einzig zur Ware degradiert werden, all dies zeugt nicht von einem tiefen Respekt vor dem Leben auf unserer Erde. Sibylle Prinzessin von Preußens Bilder sind eine transzendierte Vorstellung vom Paradies. In ihrer subtilen Schönheit schaffen sie poetische Räume hoher Sensibilität. Zu dieser Wirkung tragen die Scherenschnittelemente wie feine Zeichnungen und Textfragmente bei. Wiederholt setzt die Künstlerin Blau und Gold ein, beides Farben, die im sakralen Bereich Verwendung finden und die für Weite und Unendlichkeit (das Blau) und Licht und Reinheit, aber auch Eitelkeit (das Gold) stehen. Die Bezüge der Farben allein sind vielfältig. So verweist das Gold u.a. auf eine Stelle in Genesis 2: der eine der Hauptflüsse "heißt Pischon, er ist es, der das ganze Land Hawila umfließt, wo es Gold gibt. Das Gold jenes Landes ist gut......." Die Idee vom Paradies wird so immer wieder in den Blick gerückt. Um erneut dahin zu gelangen, würde Erkenntnis bedeuten, zu hinterfragen, wohin unser Streben geht, sich auseinanderzusetzen mit dem Umgang mit der Natur und wovon unser Verhältnis zur Welt geprägt ist. . Prinzessin von Preußens Arbeiten legen eine feine poetische Spur, die über den selbstzentrierten Horizont hinaus führt und zum Hinterfragen anregt. Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten sind in den letzten vier Jahren nach dem Tod ihres Mannes entstanden. Sibylle Prinzessin von Preußen, Künstlerin Sibylle Prinzessin von Preußen lebt in Berlin. Sie studierte Geisteswissenschaften und Kunst und war - unterbrochen von einem dreijährigen New York Aufenthalt - Dozentin an der Universität der Künste Berlin; zuletzt Initiatorin und Künstlerische Leiterin des in seinen Ergebnissen mehrfach ausgezeichneten "Videoprojektes". Sie erhielt den Ehrenpreis der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren für die Entwicklung einer kunstorientierten Hilfe-zur-Selbsthilfe-Einrichtung für junge Heroinabhängige während ihrer Studienzeit; und erhielt ein Arbeitsstipendium mit Ankauf ihrer Werke durch den Berliner Kultursenat, war Gast der Mishkenot Sha´ananim Encounters Jerusalem und Artist-in-Residence des Wissenschaftskollegs zu Berlin; sie ist Ehrenpräsidentin der Europäischen Kulturwerkstatt. Sie realisierte Kunst-am-Bau-Projekte in Unternehmen/Einrichtungen wie Dexia Hypothekenbank, Verein Berliner Kaufleute und Industrieller, Deutsche Bank, Commerzbank, Berliner Bank, Investitionsbank Berlin, Leibniz-Institut oder Siemens. Ihre Werke wurden und werden in nationalen und internationalen Einzelausstellungen gezeigt und befinden sich in renommierten privaten und öffentlichen Sammlungen. Karin Adrian von Roques, Kuratorin Karin Adrian von Roques, eine international bekannte Kuratorin, studierte Malerei, Kostüm-und Bühnenbild an der Kunstakademie in Berlin. Während ihres Zweitstudiums der islamischen Kunstgeschichte an der Universität in Bonn spezialisierte sie sich auf zeitgenössische arabische und iranische Kunst. Sie kuratierte zahlreiche Ausstellungen für Museen, Galerien und Kulturinstitutionen u.a. in Deutschland, Frankreich, Spanien, Qatar, Saudi Arabien, Abu Dhabi, Hong Kong, Korea und den USA. Sie war die leitende Kuratorin für die FotoFest International Biennial View from Inside - Contemporary Arab Photography 2014 in Houston/Texas. Sie arbeitete als Consultant bei Sotheby's und beriet die Deutsche Bank beim Ankauf arabischer Kunst. Sie hält Vorlesungen und schreibt regelmässig Artikel für Kunst Magazine. Zu ihren Tätigkeiten zählen auch interkulturelle Dialogprojekte. Dazu zählten Deutsche Künstler in Qatar und zuletzt die Ausstellung Transverse Wave im MeCollectors Room in Berlin (2019/20) mit Werken von Mary Bauermeister und dem bahrainischen Künstler Rashid Al Khalifa und einer Auftragskomposition von Simon Stockhausen. R O S E N H A N G M U S E U M Das Rosenhang Museum in Weilburg ist ein außergewöhnliches museales Zentrum für Kunst und Kultur in den Räumlichkeiten einer historischen ehemaligen Brauerei. Alte Elemente der früheren Brauerei wurden restauriert und in den Neubau integriert, so dass ein energievolles Spannungsfeld entstand. Auf mehr als 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigt das Museum eine beeindruckende Sammlung mit wichtigen Werkgruppen und einzelnen Kunstwerken zeitgenössischer deutscher und internationaler Künstler von Rang. Werke von Gerhard Richter, Stephan Balkenhol, Elvira Bach, Cornelia Schleime, Markus Lüpertz, Jörg Immendorff, Georg Baselitz, Tony Cragg, Heinz Mack, Günther Uecker, SEO, Julian Schnabel, Christian Awe, Jan Davidoff und weiteren renommierten Künstlern sind zu sehen. Durch ein permanentes Programm an Wechselausstellungen wird dem Besucher Einblick in aktuelle Strömungen und Tendenzen des Kunstgeschehens vermittelt. Pressekontakt: Rosenhang Museum Antje Helbig Ahäuser Weg 8-10 35781 Weilburg/Lahn Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr und nach Vereinbarung Eintritt: Erwachsene 12 Euro, Kinder (6-16 Jahre) 6 Euro; Familien- und Gruppenrabatte Tel.: +496471 39081, Fax -1599 www.rosenhangmuseum.de info@rosenhang-museum.de Original-Content von: Rosenhang Museum, übermittelt durch news aktuell

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